Mitglied im Verein für Selbstbestimmtes Wohnen
im Alter e.V.
www.swa-berlin.de

Kooperationspartner des Geistlichen Zentrums für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen
www.glaube-und-demenz.de

Fördermitglied im AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheits-
pflegeeinrichtungen AVG
www.avg-ev.com

Mitglied im Gerontopsychiatrischen-Geriatrischen Verbund Charlottenburg-Wilmersdorf
www.gpverbund.de

Mitglied im Geriatrisch-Gerontopsychiatrische Verbund Schöneberg
www.berlin.de/ba-tempelhof
schoeneberg/organisationseinheit/
gesundheit/gpvs_aktuelles.html

Fördermitglied der QVNIA – Qualitätsverbund Netzwerk im Alter Pankow e.V.
www.qvnia.de

 

Betreuung und Pflege in Wohngemeinschaften

Eine Gemeinschaft von 7-9 Personen lebt wie früher die Großfamilie gemeinsam in einer großen Wohnung. Die zentrale Idee ist eine an der „Normalität" orientierte Organisation des Tagesablaufs. Eine Isolation des Einzelnen kann so unterbunden werden. Als Verbindung zur Außenwelt steht das Pflegeteam als Vermittler zu Seite.

In der Gemeinschaft kann der Einzelne durch Hilfe der Gruppe und des Pflegeteams erlernte soziale Verhaltensmuster, ein Betätigungsfeld und die Bestätigung seiner Person und seiner Leistung (wieder) finden. Ihr/sein Leben erhält wieder einen Inhalt und sie/er einen neuen Platz in dieser Welt.

Hierbei kommt es darauf an, dass die täglichen Alltagsabläufe durch sie/ihn selber gemeistert werden können. Das Pflegeteam arbeitet nach dem Hände-in-den-Hosentaschen-Prinzip (nach. Erwin Böhm)[1]. Es gibt Anleitungen und Impulse, indem es kurze eindeutige Aufforderungen formuliert.

Zur Pflege dementiell erkrankter Menschen werden Geduld und Ruhe benötigt, vor allem wenn die Abläufe nicht gleich koordiniert bzw. umgesetzt werden können. Helfend greifen Pflegekräfte dann ein, wenn Signale gegeben werden, die Verunsicherung, Überforderung oder Angst anzeigen.

Über die Ebene der Erinnerung und Emotionen sowie durch ständiges Üben/Tun sollen die in Vergessenheit geratenen alltäglichen Abläufe wieder neu gefördert werden. Die Bewohner werden in die täglichen Hausarbeiten, wie z.B. Beteiligung am Tischdecken, Essensvorbereitungen usw. einbezogen.

Die Tagesabläufe orientieren sich an den bekannten Tagesstrukturen der Lebensgeschichte der Bewohner. So ist der gemeinsame pünktliche Mittagstisch z.B. genauso möglich wie ein späteres Frühstück. Bei der Zubereitung der Mahlzeiten soll auch auf bekannte Rezepte zurückgegriffen werden, um so Erinnerungen und Emotionen zu wecken.

Jede/r Bewohner/in wird mit all ihren/seinen Stärken und Schwächen akzeptiert. Das Recht auf Privatheit ist gerade im Gemeinschaftsleben sehr wichtig. So werden z.B. der Wunsch nach Ruhe und Rückzug unbedingt erfüllt und respektiert.

[1] Erwin Böhm, 1988: „Verwirrt nicht die Verwirrten"

Quelle: Heide Trautzburg, CuraDomo GmbH, www.curadomo.com

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