Mitglied im Verein für Selbstbestimmtes Wohnen
im Alter e.V.
www.swa-berlin.de

Kooperationspartner des Geistlichen Zentrums für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen
www.glaube-und-demenz.de

Fördermitglied im AnbieterVerband qualitätsorientierter Gesundheits-
pflegeeinrichtungen AVG
www.avg-ev.com

Mitglied im Gerontopsychiatrischen-Geriatrischen Verbund Charlottenburg-Wilmersdorf
www.gpverbund.de

Mitglied im Geriatrisch-Gerontopsychiatrische Verbund Schöneberg
www.berlin.de/ba-tempelhof
schoeneberg/organisationseinheit/
gesundheit/gpvs_aktuelles.html

Fördermitglied der QVNIA – Qualitätsverbund Netzwerk im Alter Pankow e.V.
www.qvnia.de

 

Der Pflegedienst ist Gast in der Wohngemeinschaft

Ziel aller betreuenden und pflegerischen Leistungen und Maßnahmen ist es, die noch vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen weitgehend zu nutzen und zu fördern. Diese Förderung gelingt vor allem dadurch, dass die Tagesstruktur der Mieter/innen sich an den alltäglichen Verrichtungen und Arbeitsabläufen eines normalen Haushalts orientiert.

Das gemeinsame Feiern von Festen, wie Geburtstage, Weihnachten, Ostern, etc. gibt darüber hinaus Struktur und Orientierung und fördert gemeinschaftliches Erleben. Das Leben in einer überschaubaren Gruppe bietet außerdem die Möglichkeit, den Tagesablauf den individuellen Wünschen und Erfordernissen der Einzelnen anzupassen. Der lebensgeschichtliche Kontext der Mieter/innen kann in einer kleinen Gruppe ausreichend Berücksichtigung finden. Damit werden vorhandene Kompetenzen gestärkt und Überforderungen vermieden.

Umsetzung dieser Zielvorgaben

Kenntnis, Beachtung und Dokumentation der Biografie der einzelnen Mieter/innen bilden die Basis für die Pflegeplanung und deren Umsetzung bei der Betreuung und Pflege. Hinsichtlich Zeitpunkt, Ablauf und Auswahl der Unterstützung und Begleitung durch das Pflegeteam werden Gewohnheiten der Mieter/innen berücksichtigt.

Betreuung, hauswirtschaftliche Verrichtung, Grund-(Körperpflege etc.) und Behandlungspflege (vom Arzt verordnete Pflegeleistungen) werden aktivierend und individuell erbracht. Pflegetempo und Pflegerhythmus sind den Mieter/innen angepasst. Beständige, regelmäßige und transparente Abläufe bieten Sicherheit. Die tagesstrukturierenden Maßnahmen knüpfen an frühere Interessen und Aktivitäten der Mieter/innen an und werden so für sie sinnvoll. Biografisches Arbeiten wirkt sich positiv auf emotionaler, kognitiver und sozialer Ebene aus. Auch die Beschäftigung mit persönlichen Erinnerungen (Fotos, Auszeichnungen, Briefen) gehört dazu. Die notwendigen Kenntnisse über die Mieter/innen und ihr Leben können vor allem in Gesprächen erworben werden. Da sie selbst nur bedingt in der Lage sind, Auskunft zu geben, ist es wichtig Angehörige, Freunde und andere nahe stehende Personen einzubeziehen.

Die Beziehungsgestaltung und Pflegeorganisation berücksichtigt, dass Menschen mit Demenz feste Bezugspersonen brauchen (Bezugspflege). Die Kommunikation ist den Fähigkeiten und Bedürfnissen der Mieter/innen angepasst und wird unterstützt durch Angebote zur Anregung der Sinneswahrnehmung wie Musik, Düfte und den Umgang mit Materialien, die durch Tasten erforscht werden können.

Die Gesprächsführung ist durch Empathie, Echtheit und unbedingte Wertschätzung / Akzeptanz gekennzeichnet. Durch aktives Zuhören, das sich auch nonverbal ausdrückt (Augenkontakt, zugewandte Haltung, Körperkontakt, Mimik, Gestik) wird dem Gegenüber Zuwendung signalisiert. Eine wertschätzende (validierende) Grundhaltung der Mitarbeiter/innen des Pflegeteams wird in jeder Situation deutlich.

Durch Förderung von Aktivität und Bedürfnisbefriedigung können sich Verhaltensauffälligkeiten und Unruhezustände reduzieren. Dadurch kann die Einnahme von Psychopharmaka in der Regel verringert werden.

Die Mahlzeiten dienen in besonderer Weise dem Wohlbefinden. Spezifische Ernährungsgewohnheiten und -wünsche werden berücksichtigt. Die Beteiligung der Mieter/innen an den Vorbereitungen fördert ihre Eigenständigkeit. Das gemeinsame Essen verhindert den Rückzug in Isolation und Einsamkeit.

Zusätzliche Angebote wie Ergotherapie, Krankengymnastik, Logopädie, Einzelfallhilfe, ehrenamtliche Besuchsdienste u. ä. werden in die Betreuung und Pflege mit einbezogen.

Quelle: Heide Trautzburg, CuraDomo GmbH, www.curadomo.com

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